Grundeinkommen: Faulenzen oder kreativ sein?

24 Apr

Frage an euch: Was würdet ihr arbeiten, wenn ihr nicht müsst? Wir nehmen den Titel der ersten edition brand eins zum Anlass, um über das bedingungslose Grundeinkommen zu philosophieren. Da wir uns nicht anmaßen, der ganzen Komplexität der Thematik gerecht werden zu können, einigen wir uns auf folgende Prämisse: Das Grundeinkommen kommt. Wir haben alle genug Geld zum leben. Was jetzt? Auf der Couch liegen und den Tag vergammeln? Die freie Zeit zur Weiterbildung nutzen? Dadurch vielleicht wirklich eine Berufung finden, die einen erfüllt? Geht mit uns auf Gedankenreise. Teilt uns vor allem eure Antwort auf die Eingangsfrage mit. Wir freuen uns drauf!

Außerdem in der Folge: Viel ernster und deeper Shit.

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Kapitelmarken sind dieses Mal überflüssig.

3 Replies to “Grundeinkommen: Faulenzen oder kreativ sein?

  1. Ich persönlich hatte das Glück, sechs Monate zwischen Jobs Vollzeit-Schauspieler-Dozent-Unterstützer von Flüchtlingen sein zu können. Eine tolle Zeit – und in reduzierter Form lebe ich das auch neben einem ausfüllenden Job in der PR-Branche weiter. Es war eine sehr spannende Erfahrung zu erleben, wie sich Themen und Aufgaben einfach fanden, wenn man offen dafür durch seine Stadt geht und mit Menschen spricht. Augenöffnend daran für mich: Für die (positive) Definition des Selbst, für die ich den Job eigentlich als eine der drei für mich zentralen Säulen sah und sehe, war die feste Anstellung keine Notwendigkeit.

  2. Meiner Meinung nach sind nicht viele Menschen so selbstbewusst, dass sie das Leben nach hohem Sinngehalt leben. Deswegen würde ich nicht erwarten, dass viele Menschen kreativer sein würden.
    Z.B. studieren viele Studenten, die ihre Fachbereich gerne ausgewählt haben; aber die meistens wissen noch nicht warum sie studieren, oder was sie richtig machen möchten. Deswegen würde es noch länger dauern, bis die meistens ihren Traumjob, oder besser gesagt, ihre Lieblingsbeschäftigung finden. Ich denke, dass dies zu viel Zeit in einem Leben beanspruchen würde.
    Außerdem haben Menschen naturgemäß die innere Motivation um sich mit etwas zu beschäftigen, oder kreativ zu sein. Eine Beschäftigung zu haben macht produktiver und gesund, egal welchen Job man hat (ich meine die Durchschnittsjobs, nicht die gefährlichen oder unangenehmen Jobs). Je weniger die Menschen arbeiten, desto schlimmer ist ihre Laune. Das würde auch die Entscheidungen über das Leben negativ affektieren.Deswegen denke ich, dass es das keine einfache Arbeit für die Länder ist. Ich denke, dass die Länder, die das Grundeinkommen einsetzen möchten, folgendes machen/haben müssen:
    (i) eine geringe Bevölkerung,
    (ii) richtig reich sein,
    (iii) eine effektive Bildung ab der Grundschule aufbauen, um die Menschen auf ihre Entscheidungen und bezüglich ihres Talents selbstbewusst auszubilden, und
    (iv) politisch stabil sein.

    Leider ist es wirklich finanziell nicht haltbar, außer für manche kleinen Länder oder Städte.

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